Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen fallen aus

 


Öffnungszeiten Pfarrbüro

Das Pfarrbüro bleibt für alle Besucher und ehrenamtliche Mitarbeiter bis auf Weiteres (mindestens bis 30.3.2020) geschlossen! Allerdings sind wir Montag, Mittwoch und Donnerstag von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr telefonisch, Tel. 963190, schriftlich oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Bitte versuchen Sie uns auf diesem Weg zu kontaktieren. Wegen der Corona-Pandemie können keine Ausnahmen gemacht werden!

 


Glockengeläut in der Corona-Krise

An jedem Abend läuten um 19.30 Uhr die Glocken in der Pfarreiengemeinschaft, zusammen mit vielen Glocken der Kirchen in unserem Land. Die Menschen sind aufgerufen eine Kerze ins Fenster zu stellen und ein Vater Unser zu beten.

Wir denken an die Toten, an die schwer Erkrankten, an die Ärzte, Forscher und das Pflegepersonal, die bis zum Umfallen arbeiten. Wir denken an jene, die unser Land noch am Laufen halten und die Vielen, die wirtschaftlich an ihre Grenzen kommen. Wir denken an jene, die keine Einkommen mehr haben, solche, die die als Selbständige ihr Geschäft schließen müssen und bangen um ihre Existenz und die ihrer Mitarbeiter.

Und wir wissen uns untereinander verbunden, auch wenn wir uns bei den Gottesdiensten derzeit nicht versammeln können.

 


 

Demnächst in der Pfarreiengemeinschaft

Ansprache zum 5. Fastensonntag 29. März 2020

„Religiöse Menschen sind immer am Lernen.“*

Ansprache von Pfarrer Joachim Fey, Bendorf, Pfarrverwalter, zum 5. Fastensonntag, Lesejahr A 29. März 2020

Pfarrer Joachim Fey, Bendorf, Pfarrverwalter

Eine Woche nach meiner letzten Predigt hat sich schon wieder so viel verändert. Unser gewohnter Alltag ist zu Ende. Jede und Jeder hat mit den einschneidenden Veränderungen auf ganz eigene Weise zu kämpfen, wir alle, gemeinsam als Gesellschaft und speziell wir als Kirche und Gemeinde. Das, was uns ausmacht, sich regelmäßig zum Gedächtnis an Jesus zu treffen, ist uns im Moment verwehrt. Dem Nächsten aber (auf Distanz) beizustehen, ist jetzt die Hauptaktivität des Christen und das persönliche Gebet.

Alltag ganz neu

Aber zunächst gilt es, den Alltag zu bewältigen, Kurzarbeit, bestenfalls Homeoffice, Kinderbetreuung organisieren. Und die Angst um die berufliche oder wirtschaftliche Existenz geht bei vielen wie ein Schatten mit. Einkaufen wird zu einem Ereignis. Kontakt halten ist lebenswichtig, sich um alte Menschen in der Familie kümmern. Die Liste scheint endlos.

Und zunehmend merke ich, wie die Haut dünner wird. Auch bei mir selbst.

Fragen kommen auf: wie lange wird das gehen? Werden die Menschen diszipliniert durchhalte? Wie sieht die Welt nach Corona aus?

Aber auch alte Geschichten kommen hoch. Gerade da, wo Menschen in diesen Tagen und kommenden Wochen eng „aufeinander hängen“, kommen gerne alte Konflikte hoch.

Lernen in der Krise

In diesen Tagen erlebe ich vieles zum ersten Mal und lerne, dass der normale Alltag ganz schön viel unter der Decke hält. Ich lerne, dass Alltag, Routine, Stress, gewohnte Tagesabläufe einen ganz schön an der Oberfläche des Lebens schwimmen lassen.

Jetzt aber ist Wellengang angesagt und die Bange vor dem Sturm, der am Horizont aufzieht.

Angst macht sich breit, Unsicherheit. Sind das neue Ängste vor neuen Gefahren? Ich glaube, dass es alte, tiefe Gefühle sind, die jetzt hochkommen. Und eigentlich kennen wir sie.

Mir fällt spontan die Geschichte vom Sturm auf dem See Genezareth ein (Matthäusevangelium, Kapitel 8, Verse 23-27): Jesus ist mit den Jüngern im Boot, er schläft, die Jünger sind panisch. Jesus kann den Sturm stillen. Vor allem aber den inneren Sturm der wildgewordenen Ängste. Wie tut er das? Er fragt: „Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?“ Das ist kein Vorwurf Jesu. Er will, dass wir nachdenken, was uns Angst macht. Er will, dass wir den Verstand einschalten zum Gefühl.

Er selbst konnte während des Sturmes ruhig schlafen, weil er auf die Erfahrung und die Fähigkeit seiner Fischerfreunde vertraute. Er traut seinen Jüngern zu, dass sie die Gefahrensituation bewältigen. Er, der Zimmermannssohn, verlässt sich auf die Seefahrer. Er erinnert sie an ihre Fähigkeiten und Stärken (gemäß dem Motto: „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“…).

Was ich lerne

Ich lerne, dass es mir hilft bei der aufgeladenen Stimmung auch den „kühlen Verstand“ zu nutzen und zu fragen, was die nächsten Schritte sein können.

Was ich tue

Viel Grübeln zieht uns jetzt eher runter. Versuchen Sie, auf das naheliegende Problem eine Lösung zu finden und diese umzusetzen. Fragen Sie andere um Rat, überlegen Sie gemeinsam. Setzen Sie gemeinsam Ziele und verteilen Sie Aufgaben auf mehrere.

Ich schreibe mir jetzt täglich auf, was ich wieder an diesem Tag neu erfahren und gelernt habe.

Das Evangelium dieses Sonntags

ist auch eine Rettungsgeschichte, eine Erzählung aus dem Leben Jesu, in der deutlich wird, dass Jesus bei uns ist. Er „verpisst sich“ nicht, wenn es ernst wird, im Gegenteil, er rettet seinen Freund Lazarus aus dem Tod. (Lesen Sie die anrührende Geschichte nach im Johannesevangelium, Kapitel 11, Verse 1-45)
Jesus verbannt den physischen Tod nicht aus unserem Leben, aber er macht deutlich, dass der Tod nicht das Letzte im Leben ist. Für dieses „Wunder“ wird man ihn verfolgen und hinrichten als Glaubensverräter.
Jesus folgt seinem Lebensmotto bis zum Schluss: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für seine Freunde.“ (Joh 15,13)

In der Krise lerne ich mich neu kennen und Jesus. Gott sei Dank!
„Religiöse Menschen sind immer am Lernen.“ *

Pfarrer Joachim Fey, Bendorf
Pfarrverwalter 

 

*= nach John Henry Newman 1801-1890, anglikanischer, dann katholischer Theologe und Kardinal (gefunden in Te Deum, S. 191, März 2020, Verlag Kath. Bibelwerk)

 


 

 

MISEREOR Fastenaktion 2020

MISEREOR - Aktionsplakat 2020

MISEREOR - Fastenaktion 2020

Der fünfte Sonntag der Fastenzeit ist in der katholischen Kirche in Deutschland der sogenannte „Misereor-Sonntag“: Die katholischen Christen zeigen sich an diesem Tag mit den Ärmsten in aller Welt solidarisch, indem sie für das bischöfliche Hilfswerk Misereor spenden. In ihrem Aufruf zur Unterstützung der diesjährigen Aktion würdigen die deutschen Bischöfe das Motto „Gib Frieden!“, das die mehrwöchige Fastenkampagne prägt: „In Deutschland leben wir seit 75 Jahren im Frieden. Gott sei Dank! Doch Friede hat keinen unbegrenzten Garantieanspruch. Wir Menschen müssen ihn immer wieder erstreben, neu erringen und mit Leben füllen. Das gilt in Europa wie in der Welt“.

Die Bischöfe weisen besonders auf die Hilfe von Misereor in Syrien und den umliegenden Ländern hin. Not werde gelindert und wichtige Beiträge werden geleistet, um ein friedliches Miteinander in dieser Region wieder aufzubauen. „Dafür sind Bildung, gesundheitliche Basisdienste und psychosoziale Begleitung wichtig. Viele traumatisierte Menschen müssen ihre Gewalterfahrungen verarbeiten, um wieder Kraft für die Bewältigung ihres Alltags zu schöpfen und den Blick in die Zukunft richten zu können. Versöhnungsbereitschaft und Vertrauen sollen wieder wachsen“, schreiben die deutschen Bischöfe. Sie rufen dazu auf, die Friedensarbeit der Kirche mit einer großherzigen Spende zu unterstützen.

Misereor-Sonntag in anderer Form

Da aufgrund der Corona-Pandemie öffentliche Gottesdienste derzeit nicht stattfinden und die Kollekte am kommenden Sonntag nicht gehalten werden kann, bitten die Bischöfe die Gläubigen um Spenden direkt an das Hilfswerk Misereor.

  • Spendenkonto
    Das Spendenkonto von Misereor lautet: Misereor, IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC: GENODED1PAX, Pax-Bank Aachen.
    Die Spenden können auch an die Pfarrei übermittelt werden. Dabei sollten Umschläge mit dem Hinweis „Spende Misereor“ versehen werden. Auf Wunsch stellt die Pfarrei auch gerne eine Spendenbescheinigung aus.
  • Mehr Informationen: www.misereor.de
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz

 

 

 


 

 

 

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